Künstlerin & Künstler

Gertraud Möhwald & Otto Möhwald

 

Gertraud Möhwald

   
15.06.1929 geboren als Gertraud Degen in Dresden
1948–1950 Lehre als Steinbildhauerin im Dresdner Zwinger
1950–1954 Studium der Bildhauerei an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (BURG) bei Gustav Weidanz
1952 Hochzeit mit Otto Möhwald
1959–1964 Studium der Keramik bei Erika Gravenstein und Gustav Weiß, Abschluss Diplom
1964–1973 künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Keramikklasse der BURG
1970–1973 Leitung der Keramikklasse
1973–1989 freie Lehrbeauftragte an der BURG
1983 Mitglied der Académie internationale de la Céramique (AIC) in Genf
1986 Kunstpreis der Stadt Halle (Saale)
1990 Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin (Ost)
1992–1996 Atelier im Künstlerhaus am Wasserturm, Berlin, Prenzlauer Berg
1994 Ehrengast der Deutschen Akademie in der Villa Massimo in Rom
1997 Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt.
20.12.2002 Unfalltod in Halle (Saale)

 

Otto Möhwald

   
19.01.1933 geboren in Krausebauden (heute Spindler­mühle / Labská, Špindlerův Mlýn, Tschechische Republik)
1945 Übersiedlung nach Uftrungen (Südharz)
19481950 Tätigkeit als Malergehilfe
19501954 Studium der Malerei bei Ulrich Knispel, Erwin Hahs, Lothar Zitzmann und Kurt Bunge an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (BURG)
1952 Hochzeit mit Gertraud Degen
19541956  Honoraranstellung als Zeichenlehrer
bis 1963  Nebentätigkeiten als Anstreicher, Entroster, Erdarbeiter
1963–1971 Aufträge für baubezogene Kunst
ab Mitte 1960er  Mitnutzung der Druckwerkstatt von Helmut Brade
ab 1972 ausschließliche Beschäftigung mit Malerei und Grafik
ab 1978 gemeinsame Druckwerkstatt mit Uwe Pfeiffer, Gert Weickardt und Fotis Zaprasis
1983 Händelpreis des Rates des Bezirkes Halle (Saale)
1987 Kunstpreis der DDR
1991 Lehrauftrag für Malerei an der BURG
1993 Berufung zum Professor an der BURG
1998 Emeritierung / weiterhin Lehraufträge an der BURG
2007 Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt
2011 Kunstpreis der Stadt Halle (Saale)
28.10.2016 Unfalltod in Halle (Saale)
 

Halle ist für mich aufregend. Mich fasziniert die bröckelnde Farbigkeit der Fassaden – die Oberflächen meiner Keramiken sind manchmal ähnlich.

Die verrückten Grundrisse der Häuser, riesige Häuserschiffe, die sich zwischen zwei spitzwinkelig aufeinanderstoßenden Straßen erheben, Straßenzüge in der Verkürzung mit vorspringenden Erkern, Türmchen, Lisenen, figürlicher Plastik der Gründerjahre, Freiflächen, die durch Abriß entstehen […] – vielleicht haben meine tönernen eckigen Kästen dort ihren Ursprung.

Die sinnlichen Eindrücke sind mit Trauer gemischt – sie zeigen mir die Vergänglichkeit von diesem Halle.


Gertraud Möhwald 1982

 
 

[…]

ich kann mir nicht vornehmen, ich möchte jetzt die und die Stimmung oder dergleichen angehen, sondern ich habe das Thema und daraus möchte ich ein Bild machen, so gut wie möglich.

Das nimmt alle meine Kräfte in Anspruch und erst wenn das Bild so ist, daß ich denke, es könnte das sein, was ich mir vorstelle, dann kann ich darüber nachdenken, was dadurch vielleicht transportiert wird, wie man so schön sagt.


Otto Möhwald 1998

 

Gertraud Möhwald &
Otto Möhwald

Kabinettausstellung
23.06.2023 — 17.09.2023

Kuratorin

Anke Dornbach

Kulturpartner