WEGE DER MODERNE

Kunst in Deutschland im 20. Jahrhundert

Aktueller Hinweis

In Vor­berei­tung der Sonder­aus­stel­lung „Sittes Welt“ wurde die Sammlungspräsentation „Wege der Mo­der­ne. Kunst in Deutsch­land 1900–1945“ vorübergehend abgebaut und ist ab Frühjahr 2022 wieder zu sehen. Eine Aus­wahl der be­liebtes­ten Ge­mäl­de und Pla­sti­ken der Klassischen Moderne können Sie stellvertretend in der Kabinett­aus­stel­lung „Rendezvous“ erleben.

Wir bitten um Ihr Verständnis.
Ihr Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

 

Die 2017 neu eingerichtete und Anfang 2020 neu gestaltete Sammlungspräsentation zur Kunst in Deutschland zwischen 1890 und 1990 stellt die einzigartige Museumsgeschichte anhand herausragender Objekte aus den Sammlungen des Hauses vor.

Sie ist in vier Bereiche gegliedert: Kunst im Kaiserreich 1900–1918, Kunst in der Weimarer Republik 1919–1933, Kunst im „Dritten Reich“ 1933–1945 und Kunst in der SBZ/DDR 1945–1990.

Entlang dieser Abschnitte wird die Geschichte des Museums mit seinen Direktoren und deren Formung der Sammlungen gemeinsam mit der Entwicklung der Kunst in Deutschland im 20. Jahrhundert vermittelt. Alle vier Bereiche präsentieren Werke der freien und angewandten Kunst gleichrangig miteinander – neben Gemälden und Plastiken werden Objekte des Kunsthandwerks sowie kleinplastische Medaillen gezeigt.

 

Eine Besonderheit stellen die Ausstellungsbereiche zur Kunst im „Dritten Reich“ und in der DDR dar. Es werden Werke präsentiert, die in diesen gesellschaftlichen Systemen entstanden und größtenteils auch erworben worden sind – sowohl Werke von Künstlern, die sich in der Tradition der Moderne verstehen, als auch Werke von Vertretern der von der Kulturpolitik des Staates geforderten und geförderten Kunst.

Mit diesen beiden Ausstellungsteilen geht das Museum als eines der ersten Kunstmuseen in Deutschland offensiv mit seiner Institutions- und Sammlungsgeschichte im Rahmen einer Sammlungspräsentation um und spart weder die „schwarzen Jahre“ der nationalsozialistischen Diktatur noch die Jahre der DDR als blinden Fleck der Geschichte aus. Vielmehr wird in Reaktion auf die Forschungsergebnisse zur Kunst im „Dritten Reich“ sowie auf aktuelle gesellschaftliche Diskussionen reagiert und eine Präsentation der Werke gezeigt, die eine plakative Schwarz-Weiß-Zeichnung der Vergangenheit aufgibt und die Besucherinnen und Besucher zu einer differenzierten Betrachtung der in dieser Zeit entstandenen Kunst einlädt.