Sakrale Kunst von Mittelalter bis Barock

im Gotischen Gewölbe

Wir bauen für Sie!

Derzeit errichten wir einen zweiten Personenaufzug, durch den künftig alle Ausstellungsbereiche barrierefrei erschließbar sein werden. Aufgrund der hierfür notwendigen umfangreichen Bauarbeiten sind voraussichtlich bis Ende 2019 die Sammlungspräsentationen im Erdgeschoss des Talamts sowie im Gotischen Gewölbe nicht zugänglich. Wir bitten um Ihr Verständnis.


Seit 1952 wird das Gotische Gewölbe für die Präsentation von alter Kunst und Kunsthandwerk genutzt. Ursprünglich ohne Zwischenwand erstreckt es sich über die südliche Hälfte des ersten Untergeschosses im Westflügel der Moritzburg. Hier befanden sich die Hofstuben, der Speise- und Aufenthaltsraum der Besatzung der Residenz. Um 1900 wurde hier ein „Denkmalkeller“ eingerichtet, in dem Architekturteile und Skulpturen aus abgerissenen oder umgestalteten halleschen Bauten gesammelt wurden. Anfang der 1950er Jahre wurde das Gewölbe durch eine Zwischenwand geteilt. In diesem Zusammenhang verbaute man neben anderen Portalen auch das reich ornamentierte originale Renaissance-Portal (um 1525) vom halleschen Dom.
 

Die Sammlungspräsentation alter Kunst zeigt im ersten Raum Skulpturen von historischen halleschen Bauten. Bedeutend sind zwei farbig gefasste Skulpturen von der Marktfassade des 1946 abgerissenen spätgotischen Rathauses. Die heilige Helena (1502) ist ein frühes Werk des berühmten Meisters H. W. Die Figur des heiligen Mauritius (um 1500), Schutzpatron des Erzbistums Magdeburg, zierte einst die Südwest-Ecke des Rathauses und stammt wohl aus einer Magdeburger Werkstatt.

Eine Ölberggruppe von der 1531 umgebauten Ulrichskirche zeigt drei schlafende Jünger im Garten Gethsemane. Von den beiden beim Abbau in der neuen Ulrichskirche 1885 zerstörten Epitaphien des Henning Hammel (1602) und des Laurentius Hoffmann (1630) kamen Figuren und Reliefs in das Museum. Die aufwendig restaurierten Alabaster-Arbeiten gehören zu den bedeutenden Arbeiten des mitteldeutschen Frühbarock.

Im zweiten Raum ist eine Auswahl mittelalterlicher Altäre und Einzelskulpturen, vorwiegend aus dem mitteldeutschen Raum, und kunsthandwerklicher Objekte aus sakralem Zusammenhang ausgestellt. Prachtvoll sind die vollständig erhaltenen Altäre aus Kämmeritz und Rothenschirmbach.