Gertraud Möhwald & Otto Möhwald

25.06.2023 — 17.09.2023
Kabinettausstellung

 

Gertraud Möhwald (1929–2002) und Otto Möhwald (1933–2016) waren bedeutende Vertreter der Halleschen Schule, deren Wirken zahlreiche Künstlerinnen und Künstler inspiriert hat. Nach mehr als 50 Jahren werden sie erstmals wieder mit einer gemeinsamen Präsentation im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) gewürdigt.

Bei aller persönlichen Nähe sind beide künstlerisch eigene Wege gegangen: Gertraud Möhwald entwickelte sich, von der angewandten Kunst mit dem Fokus auf der Gefäßkeramik kommend, konsequent zur Bildhauerin, deren figürliche Plastiken stets von ihren Erfahrungen und ihrem Interesse an der Keramik geprägt blieben. Otto Möhwald hingegen fand die Motive für seine Gemälde, Zeichnungen und Grafiken in der unmittelbaren Umgebung seiner halleschen Wahlheimat. Seinen Stadtansichten, Interieurs und Aktdarstellungen wohnt stets etwas Allgemeingültiges, Universelles inne. Seit Ende der 1960er Jahre ist eine zunehmende Reduzierung des Farbenspektrums auf gedeckte, irdene Töne auszumachen, die jedoch keine Tristesse, sondern vielmehr eine tiefgründige Stille und äußere wie innere Ruhe ausstrahlen.

Begleitend zur Picasso-Ausstellung in der zentralen Ausstellungshalle im zweiten Obergeschoss des Westflügels der Moritzburg vereint die Kabinettpräsentation im benachbarten Turmkabinett anlässlich des 20. Todestags von Gertraud Möhwald im Dezember 2022 und des 90. Geburtstags von Otto Möhwald im Januar 2023 eine Auswahl von etwa 20 Arbeiten aus der Vielzahl der Werke des Ehepaares, die sich in den Sammlungen des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) befinden – ergänzt um Fotografien von Karin Wieckhorst und Konstanze Göbel.

Gertraud Möhwald &
Otto Möhwald

Kabinettausstellung
25.06.2023 — 17.09.2023

Kuratorin

Anke Dornbach