Things to come

Eine Film-Installation
über László, Lucia und Sibyl Moholy‑Nagy

von Angela Zumpe (Film-Installation) und Oliver Held (Skript)

Musik: Ilja Goric

 

23.06.2019 — 25.08.2019

Die Film-Installation THINGS TO COME thematisiert auf mehreren Projektionsflächen in verschiedenen Szenen Ereignisse aus dem Leben des Bauhaus-Meisters László Moholy-Nagy und seiner Partnerinnen Lucia und Sibyl zwischen 1929 und 1935.

Es ist die Geschichte eines visionären Lichtdesigners, der am Massengeschmack des Kinopublikums scheitert. Mit Hilfe heutiger Digitaltechnik sind Momente aus Moholy-Nagys bewegtem Leben in jenem Stil zu sehen, der dem Künstler in den 1930er Jahren als das Kino der Zukunft vorgeschwebt haben mag. Die Szenen sind als Licht-Bild-Ton-Inszenierung mittels Projektion im Raum angeordnet, die der Zuschauer in einem Parcours durchwandert.

Als László Moholy-Nagy 1923 von Walter Gropius ans Bauhaus berufen wurde, war er der mit Abstand Jüngste im Lehrkörper. Dies ist sicher einer der Gründe, warum sich Moholy-Nagy mehr als seine Kollegen Klee, Schlemmer und Kandinsky für die damals noch neuen Medien Film und Fotografie interessiert. Als er im Januar 1929 seine Lehrtätigkeit am Dessauer Bauhaus beendet, gilt es für ihn, sich ein neues Betätigungsfeld zu suchen. In Berlin versucht er zunächst als Bühnenbildner, dann als Filmemacher seine künstlerischen Visionen umzusetzen und seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Zugleich ist THINGS TO COME die Geschichte der beiden Ehefrauen des Künstlers, Lucia und Sibyl. Lucia hatte László Moholy-Nagy bei seiner Berufung ans Bauhaus 1923 zunächst nach Weimar, dann nach Dessau begleitet und mit ihm gemeinsam die Fotogramme entwickelt und maßgeblich bei den theoretischen Schriften mitgewirkt. Sibyl lernte László 1931 in Berlin kennen, folgte ihm ins Exil nach London und wanderte mit ihm 1937 in die USA aus.

Mit Beginn der 1930er Jahre wandte sich Moholy-Nagy, der als konstruktivistischer Maler seine Laufbahn begonnen hatte, verstärkt dem damals jungen Medium Film zu. Zunächst in Berlin, später im Londoner Exil versucht er sich an der Verwirklichung seiner utopischen Ideen über ein Neues Sehen. Mit seinen Überlegungen und Vorstellungen von einem grundsätzlich anderen Kino, das der gebürtige Ungar unter dem Einfluss der sowjetischen Filmavantgarde in den Jahren 1930 bis 1937 propagierte, erlitt Moholy-Nagy in einer krisengeschüttelten Zeit Schiffbruch. Seine Ideen galten zwar als künstlerisch wertvoll, aber faktisch realitätsfremd. Anders als in der Architektur, in der das Neue Bauen trotz aller Widerstände schon bald das Erscheinungsbild der internationalen Metropolen prägte, bleibt die Massenattraktion Kino ein Ort kitschiger Gefühlswelten und romantischer Lebensentwürfe.

Von der politischen Linken als „Salonkommunist“ beschimpft, von der politischen Rechten als „Kulturbolschewist“ diffamiert, stellte sich für das Moholy-Trio die Frage einer künstlerischen Moral. Eine Debatte, die bis in unsere Gegenwart andauert.

Öffnungszeiten

Montag10–18 Uhr
Dienstag10–18 Uhr
Mittwochgeschlossen
Donnerstag10–18 Uhr
Freitag10–18 Uhr
Samstag10–18 Uhr
Sonntag10–18 Uhr
Feiertage10–18 Uhr

Bitte beachten Sie:

Der Rundgang durch die Film-Installation beginnt zu jeder vollen Stunde.

Start des ersten Rundgangs: 11 Uhr

 

Eintritt

10 Euro | erm. 7 Euro
Das Ticket ermöglicht auch den Besuch der Dauerausstellung.

Gruppenpreise und Ermäßigungen

Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Für Gruppen ab 10 Personen (Preis p. P.) gelten die ermäßigten Eintrittspreise.

Informationen zu den ermäßigten Eintrittspreisen

Besucheradresse

Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle (Saale)

Barrierefreiheit

Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) ist barrierefrei zugänglich. Mittels Fahrstuhl und Treppenlift sind alle Ausstellungsräume sowie die Garderoben- und Toilettenbereiche für Personen mit körperlichen Einschränkungen barrierefrei zu erreichen. An der Museumskasse steht ein Rollstuhl zur Ausleihe zur Verfügung.

Parken

Parkplatz Friedemann-Bach-Platz
73 Parkplätze direkt vor dem Museum, kostenpflichtig

Weitere Parkmöglichkeiten in der InnenstadtKarte mit Parkmöglichkeiten in der Innenstadt

Reisebusse

Parkplatz Friedemann-Bach-Platz
zwei Stellplätze für Reisebusse direkt vor dem Museum

Karte mit Parkmöglichkeiten in der Innenstadt

Nah-und Fernverkehr

Sie erreichen uns über den Hauptbahnhof Halle mit den Zügen des Nah- und Fernverkehrs. Die Stadt Halle (Saale) ist u. a. durch die neue ICE-Strecke Berlin–München und die S-Bahn Mitteldeutschland bestens angebunden. Vom Hbf bringt Sie die Tram-Linie 7 (Richtung Kröllwitz) direkt bis zur Haltestelle Moritzburgring, von hier sind es nur wenige Schritte bis zum Eingang des Kunstmuseums.

THINGS TO COME

Eine Film-Installation über László, Lucia und Sybil Moholy-Nagy

23.06. – 25.08.2019

Angela Zumpe (Film-Installation)
Oliver Held (Skript)
Ilja Goric (Musik)

Mit freundlicher Unterstützung