Ornament und Skulptur

Neue Arbeiten von Dorothea Prühl

 

28.03.2020 — 21.06.2020

Kabinettausstellung

 

WICHTIGE INFORMATION

Auf Grundlage der Verordnung der Re­­gierung des Landes Sachsen-Anhalt vom 17. März 2020 bleiben alle Museen der Kultur­­­­stiftung Sachsen-Anhalt bis vorerst einschließlich 19. April 2020 geschlossen. Die Eröffnung der Ausstellung wird somit vorerst auf unbestimmte Zeit verschoben. Wir informieren Sie fortwährend auf dieser Seite und in den sozialen Medien.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
Ihr Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Dorothea Prühl gehört der Generation jener Goldschmiede an, die zu Beginn der 1960er Jahre in einigen europäischen Ländern begannen, Mittel und Maßstäbe klassischer Goldschmiedekunst in Frage zu stellen. Frei in der Wahl der Themen und Materialien entsteht dieser Schmuck allein aus dem subjektiven künstlerischen Wollen seiner Autoren. Dorothea Prühl ist eine der frühesten Protagonistinnen dieser Bewegung.

Die Arbeiten von Dorothea Prühl sind bestimmt von einem an der Klassischen Moderne geschulten Formverständnis. Sie setzen damit einen unverwechselbaren Akzent in der vielgestaltigen Szene zeitgenössischer Schmuckkunst. Ihr Schmuck ist immer Ornament und Skulptur zugleich. Die Arbeiten zeichnen sich aus durch einprägsame bildnerische Ideen und den formbildenden Umgang mit unterschiedlichen Werkstoffen.

Halsschmuck ist für Dorothea Prühl das zentrale Anliegen. Sie verwendet dafür mit Vorliebe das französische Wort Collier. Wer ein Collier trägt, zeigt Gesicht. Es verspricht seiner Trägerin Würde. Mit der Kraft ihrer Formen löst Dorothea Prühl dieses Versprechen ein. Die aus der Anschauung gewonnenen Bilder bleiben je nach Abstraktionsgrad mehr oder weniger erkennbar.

Im Dezember 2019 wurde Dorothea Prühl mit dem Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. Für das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) ist das willkommener Anlass, 16 Jahre nach der ersten Personalausstellung der Künstlerin neue Arbeiten aus den Jahren 2005 bis 2020 zu zeigen.

Dorothea Prühl wird 1937 in Breslau (heute Wrocław) geboren. Nach Flucht und Vertreibung erlebt sie die späte Kindheit und Jugend in einem kleinen Dorf in der Niederlausitz. Mit 19 Jahren beginnt sie ein Kunststudium an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Wichtige Lehrer sind Karl Müller, der sie in die Metallklasse aufnimmt, und Lothar Zitzmann im Grundlagenstudium. 1962 schließt sie das Studium mit dem Diplom ab.

Ihr beruflicher Weg beginnt mit der Arbeit als Entwerferin in einem volkseigenen Betrieb. 1966 folgt sie dem Angebot für einen Lehrauftrag an der Burg Giebichenstein und geht zurück nach Halle (Saale). Zusammen mit Renate Heintze arbeitet sie für ein neues Ausbildungskonzept, das – entgegen verordneter Orientierung am Design und ohne den Ballast werkkünstlerischer Wertvorstellungen – auf das Unikat gerichtet ist. Die Schmuckklasse konsolidiert sich erst 1974 als selbständige Studienrichtung.

Dorothea Prühl leitet die Klasse als berufene Professorin von 1994 bis zu ihrer Emeritierung 2002. Namhafte Museen und Sammlungen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Norwegen, den Niederlanden und den USA besitzen ihre Arbeiten. 1999 wird sie mit dem Preis der Galerie Marzee, 2009 mit dem Bayerischen Staatspreis für Gestaltung und 2019 mit dem Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. Dorothea Prühl lebt und arbeitet in Halle (Saale) und Augustenberg im Mecklenburgischen.

dorothea-pruehl.de

Öffnungszeiten

Montag10–18 Uhr
Dienstag10–18 Uhr
Mittwochgeschlossen
Donnerstag10–18 Uhr
Freitag10–18 Uhr
  
Samstag10–18 Uhr
Sonntag10–18 Uhr
Feiertage10–18 Uhr

Hausticket

12 Euro | erm. 9 Euro

Das Ticket ermöglicht den Besuch des gesamten
Museums mit allen Ausstellungsbereichen.

Ticket Dauerausstellung

7 Euro | erm. 5 Euro

Das Ticket ermöglicht den Besuch der Sammlungspräsentationen inkl. „Ornament und Skulptur. Neue Arbeiten von Dorothea Prühl“.

Online Ticket

Im Ticketshop der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt können Sie Ihre Eintrittskarten bequem im Vorfeld erwerben:

Gruppenpreise und Ermäßigungen

Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Für Gruppen ab 10 Personen (Preis p. P.) und zur „Blauen Stunde" (ab 17 Uhr) gelten die ermäßigten Eintrittspreise.

Besucheradresse

Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)
Friedemann-Bach-Platz 5
06108 Halle (Saale)

Barrierefreiheit

Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) ist barrierefrei zugänglich. Mittels Fahrstuhl und Treppenlift sind alle Ausstellungsräume sowie die Garderoben- und Toilettenbereiche für Personen mit körperlichen Einschränkungen barrierefrei zu erreichen. An der Museumskasse steht ein Rollstuhl zur Ausleihe zur Verfügung.

Parken

Parkplatz Friedemann-Bach-Platz
73 Parkplätze direkt vor dem Museum, kostenpflichtig

Weitere Parkmöglichkeiten in der InnenstadtKarte mit Parkmöglichkeiten in der Innenstadt

Reisebusse

Parkplatz Friedemann-Bach-Platz
zwei Stellplätze für Reisebusse direkt vor dem Museum

Karte mit Parkmöglichkeiten in der Innenstadt

Nah-und Fernverkehr

Sie erreichen uns über den Hauptbahnhof Halle mit den Zügen des Nah- und Fernverkehrs. Die Stadt Halle (Saale) ist u. a. durch die neue ICE-Strecke Berlin–München und die S-Bahn Mitteldeutschland bestens angebunden. Vom Hbf bringt Sie die Tram-Linie 7 (Richtung Kröllwitz) direkt bis zur Haltestelle Moritzburgring, von hier sind es nur wenige Schritte bis zum Eingang des Kunstmuseums.

Einführungsvortrag und Gespräch mit Dorothea Prühl und Ulf Dräger, Kustos der Sammlung Kunsthandwerk & Design

Donnerstag, 02.04.2020
Beginn: 18 Uhr

Kurzführung mit Ulf Dräger, Kustos der Sammlung Kunsthandwerk & Design

Donnerstag, 07.05.2020
Beginn: 12.30 Uhr

Buch- und Filmvorstellung mit Dorothea Prühl, Thomas Bauer-Friedrich, Direktor des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale), Dr. Renate Luckner-Bien, Kunsthistorikerin und Kuratorin, und Jochen Wisotzki, Filmregisseur, Professor für Zeitbasierte Medien an der Hochschule Wismar

Moderation: Andreas Höll, MDR Kultur

Samstag, 16.05.2020
Beginn: 16 Uhr

Themenführung mit Ulf Dräger, Kustos der Sammlung Kunsthandwerk & Design

Dienstag, 26.05.2020
Beginn: 14 Uhr

Finissage zur Kabinettausstellung

Sonntag, 21.06.2020
Beginn: 14 Uhr

Dorothea Prühl: Ornament und Skulptur

Renate Luckner-Bien und Dorothea Prühl

zur gleichnamigen Ausstellung 28.03.2020 – 21.06.2020

zweisprachig (dt / eng)

ca. 250 Seiten | zahlr. Abb.
Halle (Saale), 2020
ISBN 978-3-96502-007-8
20 Euro (während der Ausstellung)

ORNAMENT UND SKULPTUR

Neue Arbeiten von
Dorothea Prühl

28.03.2020 — 21.06.2020

Kuratorin

Dr. Renate Luckner-Bien


Weitere Stationen der Ausstellung

01.11.2020–24.01.2021
CODA Museum, Apeldoorn, Niederlande

21.03.2021–13.06.2021
Gerhard-Marcks-Haus, Bremen