Kunst des 16. bis 19. Jahrhunderts

Alte Meister in der »Burg der Moderne«

Neue Sammlungspräsentation
ab 24. Oktober 2020

 

Das Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt ist ein Museum für die Kunst der Moderne. Das bedeutet jedoch nicht, dass es nicht auch Alte Meister in den Sammlungsbeständen gäbe – im Gegenteil! Die in den Depots verborgenen, lange nicht präsentierten Schätze können ab dem 24. Oktober 2020 im neuen Teil der Dauerausstellung erkundet werden. Selbst Kenner der halleschen Sammlung werden so manche Entdeckung machen!

In den beiden Etagen des Talamtsgebäudes im Südflügel der Moritzburg werden in sechs Räumen 60 Gemälde, 6 Plastiken, 126 Objekte des Kunsthandwerks und Medaillen vom 16. bis 19. Jahrhundert präsentiert. Neben Werken von Anselm Feuerbach, Hans von Marées oder Carl Adolf Senff gibt es vor allem für die ältere Kunst viel Neues zu erleben, darunter Gemälde von französischen und italienischen Meistern. Besondere Höhepunkte sind das Vanitas-Stillleben des Meisters des Almanachs des Damien Lhomme, der in der Mitte des 17. Jahrhunderts in Troyes wirkte, und die Diana Hans‘ von Aachen, des Hofmalers Kaiser Rudolfs II. in Prag.

 

Die Gemälde werden flankiert von herausragenden plastischen Werken. Johann Gottfried Schadows Marmorbüsten Friedrich Wilhelms III. und Luise von Preußens zeigen das klassizistische Ideal eines Königspaares in perfekter Form. Mit dem Knieenden Mädchen von Aristide Maillol ist ein Werk vertreten, das für die Neuerungen im plastischen Schaffen um die Jahrhundertwende steht.

Kunsthandwerkliche Gegenstände wie kostbares venezianisches Glas aus dem 16. Jahrhundert sowie verschiedenste Medaillen und Miniaturen ergänzen die Ausstellung. Im Barockzimmer sticht vor allem ein in den 1780er Jahren in der königlichen Manufaktur in Sèvres gefertigter Ziertisch heraus, der für den Hof König Ludwigs XVI. gefertigt wurde.

Viele der gezeigten Werke gehören zu den Ursprungsbeständen des 1885 gegründeten Museums und werden seit Langem erstmals wieder oder überhaupt ausgestellt.