Archiv & abgeschlossene Projekte

An dieser Stelle möchten wir einige Projekte vorstellen, die uns besonders am Herzen liegen. Anhand dieser Beispiele können Sie sich einen Eindruck über unsere Arbeit verschaffen. Es handelt sich um größere Projekte aus den letzten Jahren, die wir in der Regel über einen längeren Zeitraum durchgeführt haben. Ziel dieser Projekte ist es, mit den Mitteln der Kunst einen ungewöhnlichen Blick auf vermeintlich Bekanntes wie z.B. die Stadt Halle zu werfen, ungewöhnliche Erfahrungen mit weniger bekannten Kunstformen wie z.B. dem Comic, der Street-Art oder der Performance zu machen oder das Kunstmuseum auch hinter den Kulissen kennenzulernen.

Wir führen solche Projekte in der Regel in Kooperation mit Partnern und/oder Förderern durch, bei denen wir uns an dieser Stelle für die Zusammenarbeit und das Vertrauen bedanken möchten.
 

Zur Museumsnacht Halle-Leipzig führte das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) eine Kunstaktion der besonderen Art durch. Im Projekt PLAYING UP, das am 04. und 05.05.2018 in Kooperation mit dem Fundustheater Hamburg stattgefunden hat, wurden Jugendliche in einem Workshop zu Teambetreuern ausgebildet, die dafür sorgten, dass die kleinen und großen Kulturbegeisterten auf spielerische Weise an unterschiedlichen Stationen im Burghof und im Museum klassische Performances der modernen Kunst erlebten und selbst zu Akteuren der Aktionskunst werden konnten.

Das Projekt

Mit PLAYING UP wird Performancekunst zu einem Spiel, in dem Kinder und Erwachsene sich anders begegnen können als sonst. Dafür gibt es nur eine Vorraussetzung - MACHEN. SELBER MACHEN: Auf Autodächern liegen, mit Tieren tanzen, eine Ketchupschlacht veranstalten, einem zufällig Vorübergehenden durch die Stadt folgen, Erwachsene fernsteuern, eine eigene Sportart erfinden, Wunder suchen, elektrische Geräte auseinandernehmen, eine "Was-passiert-dann-Maschine" bauen u.v.m.

Das interaktive Spiel „Playing Up!“ lädt Familien dazu ein, die Geschichte der Performance-Kunst, die als solche bislang kaum Teil von Vermittlungsprogrammen ist, zu entdecken. „Playing Up!“ wurde gemeinsam vom Fundus Theater in Hamburg, der Tate Modern und dem Goethe-Institut in London entwickelt. An der Tate Modern wurden im April 2016 öffentliche „Play-Ins“ veranstaltet, die auf sehr große Resonanz stießen. Nach dem Kunstmuseum Stuttgart und der Kunsthalle Osnabrück, war das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) die dritte Station für „Playing Up!“ in Deutschland.

www.playingup.de

In Kooperation mit

Gefördert durch die

„Live Speaker“ im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)

Im Rahmen der Sonderausstellung „Alexej von Jawlensky | Georges Rouault. Sehen mit geschlossenen Augen“ hielt das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) einen neuen und ganz besonderen Service für seine Besucher bereit: Von Februar bis April 2017 hatte die Kunstvermittlung des Museums über zwanzig junge Menschen zwischen 12 und 18 Jahren zum „Cicerone - Museumshelfer vor Ort“ ausgebildet. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen kommen aus verschiedenen Schulen der Stadt Halle und konnten sich für eine Mitarbeit bewerben.

Bereits im Vorfeld zeigten die Schüler viel Engagement, trafen sie sich doch jeweils am Wochenende zu den erforderlichen Terminen. In den jeweils zweistündigen Seminaren wurden die „Cicerones“ im professionellen Umgang mit Besuchern geschult, um gezielt Fragen zu den Dauer- und Sonderausstellungen und zu den Abläufen im Museum beantworten zu können. Durch einen „Blick hinter die Kulissen“ wurden ihnen detaillierte Kenntnisse zum Museumsbetrieb vermittelt. Unter professioneller Anleitung erarbeiteten sich die Teilnehmer fachliche Kompetenzen zu den Ausstellungsinhalten, trainierten ihre Präsentationstechniken und das Sprechen vor anderen Menschen. Die Schüler konnten somit im Museum als ausgebildete „Live Speakern“ bzw. AnsprechPartner auftreten und kompetente Auskunft über das Kunstmuseum Moritzburg und die Ausstellungen geben.

Ein wesentlicher Teil der Schulung bestand darin, über die Betrachtung von Kunstwerken mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen, sich zu eigenen Sichtweisen, Erkenntnissen und Empfindungen auszutauschen. Neben der unmittelbaren Orientierungshilfe bot das Projekt den Besuchern somit die Möglichkeit, mit jungen Menschen über die Kunst in Kontakt zu treten und ihren Blick auf Kunst und die Welt zu erfahren.

Das Fernziel, die ausgebildeten Jugendlichen über die Sonderausstellung hinweg mit den erlernten Kompetenzen in die Veranstaltungen des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) einzubinden, wurde von den Teilnehmern begeistert aufgenommen. Seit 2017 engagieren sich die „Cicerones“ regelmäßig für das Museum und unterstützen die Arbeit und Projekte der Kunstvermittlung.

Mit freundlicher Unterstützung

(H)alle inclusive - Eine kreative Entdeckungstour

Im Rahmen des Projektes “(H)alle inclusive - Eine kreative Entdeckungstour” wurden junge Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Alter zwischen 10 und 12 Jahren von August 2016 bis März 2017 zu „Fachkräften“ des Museums ausgebildet. Sie lernten die historische Burganlage und das Kunstmuseum kennen, das als Lern- und Erlebnisort in der Kulturlandschaft der Stadt Halle fest verankert ist. Dabei erhielten die Kinder einen umfassenden Einblick in die Sammlungen des Kunstmuseums Moritzburg und beschäftigen sich intensiv mit ausgewählten Werken. Sie erfuhren Wissenswertes zu Kunst und Künstlern und konnten intensiv in die Museumsarbeit eintauchen. Ihre Erlebnisse im Museum, ihre Erfahrungen mit einzelnen Kunstwerken vermittelten sie bei selbst geführten Rundgängen mit Gleichaltrigen eigenständig weiter. Die Aktivitäten dieser Museumsbotschafter wurden begleitetet und unterstützt durch die Künstler und Kunstpädagogen Mark Hornbogen und Franziska Wolber.

Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Kuntwerke des Malers Lyonel Feininger gelegt. Seine im Kunstmuseum Moritzburg ausgestellten Halle-Bilder mit den Motiven „Dom“, „Marktkirche“ und „Roter Turm“ führten die Kinder direkt in das Zentrum der Stadt, regten Fragen zur Geschichte und zur Entwicklung Halles an. Die Projektbeteiligten übernahmen bei ihrer Stadterkundung die künstlerischen Aneignungsstrategien des deutsch-amerikanischen Künstlers, der mit Stift, Skizzenblock und Kamera die Stadt durchstreifte. Ihre Erlebnisse erfuhren anschließend eine Vertiefung in Praxisworkshops, die in der Kreativwerkstatt des Museums stattfanden. Hier wurde gemalt, gezeichnet, gedruckt, es wurden Storyboards entworfen, Trickfilme entwickelt und die eigenen Fotografien bearbeitet. Diese gesammelten praktischen Erfahrungen konnten anschließend für ein gemeinsames Museumsporträt in Form eines Flyers oder eines Kurzfilms verwendet werden. Eine öffentliche Präsentation besonders gelungener Arbeiten des halbjährigen Projekts im KinderKunstKabinett des Museums bildete schließlich den Abschluss der gemeinsamen Arbeit.

Das Projekt auf Tumblr

Mit freundlicher Unterstützung

In Kooperation mit